Zurück zum Blog
Markt & Prognosen19. Februar 2024 3 Min. Lesezeit Aktualisiert am 3. September 2026

Gartner-Prognose: 25 Prozent weniger Suchmaschinenvolumen bis 2026

Die viel zitierte Prognose stammt aus einer Gartner-Pressemitteilung. Sie wird häufig falsch wiedergegeben — deshalb hier die Quelle samt Einordnung, was sie aussagt und was nicht.

CT

Christian Taschner

Wirtschaftsingenieur · ki-sourcing.de

Für Geschäftsführer auf einen Blick

Gartner erwartet, dass das Suchmaschinenvolumen bis 2026 um rund ein Viertel zurückgeht, weil Anfragen zu KI-Chatbots und Assistenten abwandern.

Kernaussagen

  • Rückgang des Suchmaschinenvolumens um rund 25 Prozent bis 2026 erwartet.
  • Begründung: Verlagerung zu Chatbots und virtuellen Assistenten.
  • Es handelt sich um eine Prognose, nicht um gemessene Daten.

Die Quelle

Gartner erwartet, dass das Suchmaschinenvolumen bis 2026 um rund ein Viertel zurückgeht, weil Anfragen zu KI-Chatbots und Assistenten abwandern.

Worum es geht

Die Prognose ist eine Einschätzung von Analysten, keine Messung. Sie stützt sich auf beobachtete Verlagerungen des Nutzerverhaltens.

In Vorträgen und Agenturunterlagen wird sie häufig zu „25 Prozent weniger Traffic“ verkürzt — das steht so nicht in der Quelle.

Was in der Quelle steht

  • Rückgang des Suchmaschinenvolumens um rund 25 Prozent bis 2026 erwartet.
  • Begründung: Verlagerung zu Chatbots und virtuellen Assistenten.
  • Es handelt sich um eine Prognose, nicht um gemessene Daten.

Meine Einordnung

Ich zitiere diese Zahl bewusst zurückhaltend. Für eine Investitionsentscheidung taugt sie nicht; als Begründung, das eigene Messkonzept zu erweitern, schon: Wer ausschließlich Suchmaschinenpositionen misst, sieht eine wachsende Zahl von Recherchen gar nicht. Prüfbar ist das im eigenen Haus schneller als jede Prognose — Referrer aus Assistenten in der Webanalyse, Anfragen im Vertrieb mit Hinweis auf KI-Recherche.

CT

Christian Taschner

Wirtschaftsingenieur, Schorndorf · Fokus auf KI-gestützte Lieferantenrecherche und Industrievertrieb

Christian Taschner ist Wirtschaftsingenieur mit Sitz in Schorndorf im Stuttgarter Industrieraum. Seit Januar 2024 dokumentiert er hier, wie technische Einkäufer KI nutzen, um Produkte und Lieferanten zu finden — aus der Perspektive industrieller Verkaufs- und Geschäftsführungsentscheider.

Diesen Beitrag teilen X LinkedIn

Mehr aus Jahrgang 2024

Markt & Prognosen8. September 2026 7 Min.

Siemens-Übersicht zu Agent-zu-Agent-Handel: Wenn der Einkaufsagent mit dem Vertriebsagenten verhandelt

Die Siemens-Xcelerator-Community fasst zusammen, was aktuell zu automatisierten Verhandlungen zwischen Einkaufs- und Vertriebsagenten bekannt ist — inklusive Zahlen aus der Partnerschaft mit AWS und Studien zur Frage, ob verhandelnde Agenten sich stillschweigend absprechen.

#AgenticCommerce#Verhandlung#Beschaffung#Agentenidentität
CTChristian TaschnerAnalyse lesen
Markt & Prognosen31. August 2026 6 Min.

McKinsey zu KI in Halbleiterfabriken: agentische Beschaffung als eines der Haupteinsatzfelder

Die Beratung beziffert das Einsparpotenzial von KI in der Halbleiterindustrie auf rund 134 Milliarden US-Dollar an Funktionskosten in fünf bis sieben Jahren. Als Anwendungsfelder nennt sie ausdrücklich agentische KI in der Beschaffung, generative Terminplanung sowie Anlagenverfügbarkeit und Wartung.

#Beschaffung#Halbleiter#Agenten#Marktprognose
CTChristian TaschnerAnalyse lesen